Prof. Dr.-Ing. Laura De Laporte
Laura De Laporte und ihre Arbeitsgruppe entwickeln biohybride und bioinspirierte Materialien für innovative medizinische Anwendungen, beispielsweise um die komplexe Struktur und Architektur natürlicher Gewebe nachzubilden. Dafür entwickeln sie neue Materialkonzepte und fortschrittliche Herstellungsmethoden und verbinden Ansätze aus Ingenieurwissenschaften, Chemie und Biologie. Ziel ist es, Biomaterialien zu schaffen, die die Wechselwirkungen mit lebenden Zellen gezielt beeinflussen und steuern können.
Ein Schwerpunkt liegt auf injizierbaren Hydrogelen, die die Wachstumsrichtung von Zellen vorgeben und langfristig die Regeneration geschädigten Gewebes, beispielsweise des Rückenmarks, unterstützen könnten. Darüber hinaus entwickelt die Arbeitsgruppe dreidimensionale Gewebemodelle, unter anderem von Herz, Niere und Leber. Mithilfe dieser Modelle lassen sich biologische Prozesse und Erkrankungen untersuchen sowie neue therapeutische Ansätze erproben. Weitere Forschungsarbeiten beschäftigen sich mit Materialien für die Wundheilung und die kontrollierte Freisetzung von Wirkstoffen.
Curriculum Vitae
Laura De Laporte hat Chemieingenieurwesen an der Universität Gent (Belgien) studiert. Sie promovierte an der Northwestern University (Evanston, USA) in der Gruppe von Prof. Lonnie Shea und entwickelte dort Implantate für die Nervenregeneration. An der EPFL (Lausanne, Schweiz) erforschte sie in der Gruppe von Prof. Jeffrey Hubbell regenerative Hydrogele. Von 2013 bis 2018 leitete Laura De Laporte eine Nachwuchsgruppe am DWI – Leibniz-Institut für Interaktive Materialien in Aachen und wurde 2015 mit einem Starting Grant des Europäischen Forschungsrates ausgezeichnet. Im Oktober 2017 hat sie ihre Habilitation im Fachbereich Chemie der RWTH Aachen abgeschlossen. 2018 erhielt sie als eine von fünf exzellenten Wissenschaftlerinnen eine Förderung aus dem Leibniz-Programm für Professorinnen und wurde assoziierte Professorin im Fachbereich Chemie mit dem Lehr- und Forschungsgebiet Advanced Materials for Biomedicine. Seit 2021 ist sie zudem Teil des Instituts für Angewandte Medizintechnik und ist zusätzlich affiliiert an die Uniklinik RWTH Aachen. Im Jahr 2022 erhielt De Laporte einen ERC Consolidator Grant für das Projekt "Heartbeat". Seit November 2024 ist Laura De Laporte W3-Professorin und Inhaberin des Lehrstuhls für Makromolekulare Materialien für die Medizin an der RWTH Aachen University.
Ausgewählte berufliche Funktionen, Ehrungen und Auszeichnungen
- Belgian Polymer Award
- 2021-2024 Board of International Society of Biofabrication (ISBF)
- 2020-2021 Associated Editor ACS Advanced Materials and Interfaces
- seit 2020 Editorial Advisory Board Advanced Healthcare Materials
- Seit 2019 Fellow der Max Planck School – Matter to Life und seit 2024 Mitglied ihres Vorstands.
- 2019 Steinhofer-Vorlesung
- 2018 Young Investigator Award – Engineering Conferences International
- 2016 Max-Buchner-Forschungsstiftung
- 2008–2009 Terminal Year Richter Fellowship, Northwestern University
- 2008 AIChE Women's Initiatives Committee Travel Award, USA
- 2006-2008 Conference Travel Grant, Northwestern University (jährlich)
- 2006 CGM Travel Fellowship Award, USA
- 2004–2005 International Doctoral Fellowship, Northwestern University
Publications
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Bioactive gyroid scaffolds formed by sacrificial templating of nanocellulose and nanochitin hydrogels as instructive platforms for biomimetic tissue engineering
J. G. Torres-Rendon, T. Femmer, L. De Laporte, T. Tigges, K. Rahimi, F. Gremse, S. Zafarnia, W. Lederle, S. Ifuku, M. Wessling, J. G. Hardy and A. Walther
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https://www.doi.org/10.1002/adma.201405873 | Adv Mater | 2015 |