1952
Gründung des Deutschen Wollforschungsinstituts

Zu Beginn der  50er Jahre gab es weltweit erste Forschungseinrichtungen, die sich auf die Analyse von Wolle fokussierten – allerdings nicht in der Bundesrepublik. Die Deutsche Wollvereinigung beschloss daher 1951 die Gründung des Deutschen Wollforschungsinstituts, dessen erster Direktor der Proteinchemiker Prof. Dr. Helmut Zahn wurde.

Das Institutsgebäude von 1952
1963
Das DWI gewinnt den weltweiten Wettlauf um die erste chemische Totalsynthese eines Proteins, des Insulins

Obwohl die aufwändige chemische Synthese keinen wirtschaftlichen Weg zum Therapeutikum Insulin darstellte, wurde das Insulin neben der Wolle zum zweiten Standbein des DWI. Den Aachener Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen gelangen neben der ersten Totalsynthese beispielsweise gezielte Modifikationen des Insulins, was bei Molekülen dieser Größe zuvor nicht möglich gewesen ist.

Wissenschaftler zeigt Makromolekulares Modell
1986
Prof. Dr. Hartwig Höcker tritt die Nachfolge von Prof. Dr. Helmut Zahn als Institutsdirektor an

Prof. Dr. Höcker etablierte die Biomaterialforschung im DWI und initiierte zahlreiche Kooperationen mit den Ingenieurwissenschaften und der Medizin. Aus einer dieser Kooperationen ging 1995 die Gründung des Interdisziplinären Zentrums für klinische Forschung (IZKF) am Universitätsklinikum Aachen hervor. Das IZKF spielt bis heute eine zentrale Rolle, die von Grundlagenforschung und Klinik ausgehende translationale medizinische Forschung zu stärken.

Prof. Dr. Hartwig Höcker
2003
Prof. Dr. Martin Möller wird Institutsdirektor

Nach Stationen in Twente (Niederlande) und Ulm übernahm Prof. Dr. Möller die Leitung des Deutschen Wollforschungsinstituts sowie die Professur für Textilchemie und Makromolekulare Chemie der RWTH Aachen.

Prof. Dr. Martin Möller
2004
Das DWI zieht vom Veltmanplatz in einen Neubau auf dem Campus Melaten
Neues DWI Gebäude am Campus Melaten
Ab 2008
Umfassende Neuaufstellung des Instituts

Die Forschungsvision ‚Interaktive Materialien‘ entwickelt sich. Die Wissenschaftliche Leitung wurde zu einem mehrköpfigen Team ausgebaut, welches seitdem die Kompetenzebereiche makromolekulare Chemie, die Biotechnologie und die chemische Verfahrenstechnik abdeckt.

2011
Der DWI-Neubau auf dem Campus Melaten wird durch den Bau neuer Gebäudeteile etwa auf die doppelte Fläche erweitert

Das Gebäude spiegelt nun die interdisziplinäre Struktur des Instituts wieder. Es gibt große Labore, in denen die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen arbeitsgruppenübergreifend zusammenarbeiten, große Fenster, eine Cafeteria und einen zentralen Innenhof als Treffpunkt.

DWI-Anbau
2013
Wissenschaftsratsevaluierung und Empfehlung zur Aufnahme in die Leibniz-Gemeinschaft

Im Sommer 2013 empfahl der Wissenschaftsrat, nach einer vorausgehenden Evaluierung des DWI, die Aufnahme des Instituts in die Leibniz-Gemeinschaft. Ende November 2013 wurde die Aufnahme durch ein positives Votum der Leibniz-Mitglieder besiegelt.

2014
Aufnahme in die Leibniz-Gemeinschaft zum 1. Januar 2014 und Umbenennung in DWI – Leibniz-Institut für Interaktive Materialien

Mit seiner Neuausrichtung auf interaktive Materialien und seinem heutigen, interdisziplinären Forschungsansatz gelang dem DWI 2014 die Aufnahme in die Leibniz-Gemeinschaft als Aachens erstes und bislang einziges Leibniz-Institut.

DWI Innenhof
2019
Prof. Stefan Hecht, Ph.D. ist neuer Wissenschaftlicher Direktor

Mit dem 1. August 2019 trat Prof. Hecht, Ph.D. als neuer Wissenschaftlicher Direktor und Nachfolger von Prof. Dr. Möller an die Spitze des DWI. Gleichzeitig übernahm er den Lehrstuhl für Makromolekulare Chemie an der RWTH Aachen. Der Wechsel des gebürtigen Berliners nach Aachen war das Ergebnis eines gemeinsamen Berufungsverfahrens des Leibniz-Instituts und der RWTH Aachen.

Prof. Dr. Stefan Hecht