AnisoMatic
Das Projekt AnisoMatic zielt darauf ab, eine skalierbare und automatisierte Plattform zur Herstellung strukturierter (anisotroper) dreidimensionaler Hydrogele zu entwickeln, die die Architektur menschlicher Gewebe besser nachbilden.
Aktuelle 3D-Zellkulturmodelle weisen häufig keine gezielt kontrollierbare räumliche Organisation auf. Dadurch können sie Struktur und Funktion natürlicher Gewebe nur eingeschränkt abbilden, was wiederum die Aussagekraft präklinischer Modelle für Wirkstoffentwicklung, Krankheitsmodellierung und Toxizitätstests verringern kann.
AnisoMatic setzt hier an, indem magnetisch ausrichtbare Mikrofasern, sogenannte AnisoRods, in Hydrogele eingebracht werden. Mithilfe einer Magnetplatte, der AnisoPlate, lassen sich diese Fasern kontrolliert ausrichten. Dadurch kann die räumliche Organisation von Zellen gezielt gesteuert und die Bildung physiologisch relevanterer Gewebemodelle unterstützt werden.
Ein Schwerpunkt des Projekts liegt auf der Skalierung der AnisoRod-Produktion sowie auf ihrer Integration in Plattenformate von 96- bis 1536-Well-Platten. Dadurch soll die Technologie mit automatisierten Hochdurchsatzverfahren kompatibel werden. Darüber hinaus wird das System für den Einsatz mit unterschiedlichen natürlichen und synthetischen Hydrogelen angepasst und mit relevanten menschlichen Zelltypen validiert.
Übergeordnetes Ziel des Projekts ist die Etablierung einer hochdurchsatzfähigen, reproduzierbaren und biologisch relevanten Plattform für strukturierte 3D-Gewebemodelle. Mögliche Anwendungsfelder sind die Wirkstoffentwicklung, Krankheitsmodellierung, Toxizitätstests, Bioprinting und die regenerative Medizin.