Am 23. September 2026 fand am DWI – Leibniz-Institut für Interaktive Materialien in Aachen das Finale des sechsten Women Interactive Materials Award (WIMA) statt. Sechs Nachwuchswissenschaftlerinnen stellten ihre Forschung vor und zeigten, wie vielfältig sich aktive und interaktive Materialien gestalten und einsetzen lassen.
Den mit 10.000 Euro dotierten ersten Preis erhielt Lucía López Gandul von der Universität Leiden. In ihrem Vortrag ging es um die Erforschung von Struktur-Funktions-Beziehungen in supramolekularen Materialien mit steuerbaren chiroptischen Eigenschaften. Mit Blick auf die Zukunft zielt ihre Forschung darauf ab, die Anwendbarkeit dieser Materialien zu erweitern, indem sie eine Brücke zwischen ihrem Verhalten in Lösung und in solventfreien Umgebungen schlägt. Letztendlich soll diese Arbeit die Entwicklung chiraler dynamischer Molekülcodes für Anwendungen in verschlüsselungs- und fälschungssicheren Technologien ermöglichen. Das Preisgeld möchte die Gewinnerin unter anderem dazu verwende, an wissenschaftlichen Veranstaltungen teilzunehmen, um ihr Netzwerk innerhalb der Forschungsgemeinschaft für Gerätetechnik zu erweitern und neue Kooperationen aufzubauen, die sie für den Teil ihres Zukunftsplans benötigt, der sich mit der Geräteintegration befasst.
Paulina Núñez Bernal von der Universität Utrecht und dem University Medical Center Utrecht sowie Miriam Filippi von der ETH Zürich wurden als weitere Preisträgerinnen mit jeweils 2.500 Euro ausgezeichnet. Paulina Núñez Bernal präsentierte interaktive Biomaterialien für den 3D-Druck funktionaler Modelle menschlicher Gewebe. Miriam Filippi stellte ihre Forschung zu biohybriden Robotern vor, in denen interaktive Materialien und biologische Komponenten zusammenwirken.
Auch Matilde Concilio vom Imperial College London, Paula de Dios Andrés von der Universität Aarhus und Maritza Rovers von der Johannes Gutenberg-Universität Mainz präsentierten ihre Arbeiten im Finale. Ihre Vorträge befassten sich mit anpassungsfähigen Polymersystemen, künstlichen Zellen und Materialien, die die Umgebung von Zellen nachbilden.
An der Auswahl der Preisträgerinnen waren Petra Severit, Laura Rijns, Susan Napier Thomas, Laura De Laporte und Daniela Wilson beteiligt.
Das DWI gratuliert den drei Preisträgerinnen und dankt allen sechs Finalistinnen für ihre Beiträge. Unser Dank gilt ebenso der Jury sowie der ALTANA Group, dem Förderverein DWI Aachen und der Forschungsallianz Leibniz Gesundheitstechnologien für ihre Unterstützung.