PArtCell

Physiologisch überfüllte, künstliche Zellen für relevante Arzneimittelscreens

Fluoreszierende Sonden beleuchten die „dunkle Materie“ der Zellen

Das Hochdurchsatz-Wirkstoffscreening ist für die Entwicklung von Arzneimitteln von entscheidender Bedeutung. Es stützt sich auf die automatisierte Prüfung tausender chemischer oder biologischer Verbindungen auf ihre Wechselwirkungen mit biologischen Zielstrukturen. Die Umgebung der verdünnten Pufferlösung unterscheidet sich jedoch deutlich von dem überfüllten intrazellulären Kompartiment im lebenden Organismus, in dem sich sehr viele Moleküle auf engstem Raum bewegen und interagieren. Ein Kandidat, der im Wirkstoffscreening gut abschneidet, muss nicht unbedingt in einer lebenden Zelle funktionieren, in der seine Bewegungen und Aktivität durch viele Hindernisse behindert werden, die in relativ kurzer Distanz alle möglichen Kräfte erzeugen. Im EU-finanzierten Projekt PArtCell werden künstliche Zellen geschaffen, die schwache, unspezifische Interaktionen nachahmen. Dieses einzigartige Präparat wird auf einer Matrix basieren, die auf einer Datengrundlage aus technisch hergestellten Fluoreszenzsonden zur Messung der Wechselwirkungen in gesunden und gestressten lebenden Zellen entwickelt wurde. PArtCell wird nicht nur Licht auf diese „dunkle Materie der Biologie“ werfen, sondern auch das Screening therapeutischer Zielstrukturen unter Bedingungen ermöglichen, die der Natur nachempfunden sind.

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Leitung unabhängige Forschungsgruppe

Dr. Arnold Boersma

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